Speedy Kassensystem

Was ist ein digitales Kassensystem und was muss ich bei der Auswahl beachten?

Was ist ein digitales Kassensystem?

Ein Kassensystem (auch POS-System oder Point of Sale-System) ist eine Kombination aus elektronischer Kassenhardware und Kassensoftware, mit der ein Unternehmen alle Verkaufsprozesse abwickelt. Dazu gehören etwa die Erfassung von Waren und Dienstleistungen, die Abwicklung von Bar- und Kartenzahlungen, das Erstellen gesetzeskonformer Belege und die Übergabe der Daten an die Buchhaltung oder Steuerberatung. Moderne Kassensysteme sind in der Regel viel mehr als nur eine Registrierkasse: Wie Kassensystem-Experten erklären, vereinen sie Kassenterminal, Warenwirtschaft, Zahlungsabwicklung, Buchhaltung und oft auch Online-Vertrieb in einer integrierten Lösung.

Technisch besteht ein digitales Kassensystem aus einer Kassenhardware (z. B. Touchscreen-Terminal, Tablet-PC, Bondrucker, Kartenterminal, Scanner) und einer Kassensoftware, die diese Geräte steuert und alle Geschäftsvorfälle verarbeitet. Über die Software können Produkte und Dienstleistungen angelegt, Preise verwaltet und Aktionen eingegeben werden. Jeder Verkauf wird in Echtzeit protokolliert, sodass am Ende des Tages beispielsweise Berichte zur Kassenabrechnung sowie Umsatzstatistiken automatisch erstellt werden können (unter anderem sind Auswertungen nach Artikel, Verkäufer oder Zeiträumen üblich). Dabei müssen alle Vorgänge nach den deutschen GoBD-Grundsätzen aufgezeichnet und gesichert werden, was die Software innertakt berücksichtigt.

Arten von Kassensystemen

Es gibt verschiedene Arten von Kassensystemen, abgestimmt auf unterschiedliche Einsatzbereiche und Bedürfnisse. Wichtig ist, das Kassensystem an Ihren Betrieb anzupassen – die Wahl des richtigen Typs entscheidet nach Aussage von Kassensystem-Experten maßgeblich über die Effizienz der Geschäftsprozesse. Wichtige Kategorien sind:

 

Stationäre Kassensysteme

Stationäre Kassensysteme sind fest installierte Kassen, wie man sie klassisch aus dem Einzelhandel oder Gastronomie kennt. Sie bestehen meist aus einem Kassen-Terminal (Touchscreen-PC), einem Bondrucker für Kassenbons, einer Kassenlade und oft einem Scanner für Barcodes. Diese Systeme eignen sich besonders für Geschäfte mit festem Verkaufsplatz (z. B. Supermarkt, Einzelhandel, Bäckerei, Tankstelle). Moderne Varianten bieten robuste Hardware und können zusätzlich mit einer Warenwirtschaft verbunden werden, um Lagerbestände aktuell zu halten. Sie sind stabil in der Anwendung und besonders für intensive Nutzung ausgelegt.

 

Mobile Kassensysteme

Mobile Kassensysteme basieren auf Tablets oder Smartphones und ermöglichen flexible mobile Verkaufsstellen. Sie werden zum Beispiel auf Märkten, Messen, Foodtruck oder im Außendienst eingesetzt. Mobile Kassensysteme können oft offline arbeiten, sodass bei kurzzeitigen Internet-Ausfällen keine Kassiervorgänge verloren gehen (Offline-Modus). Die Hardware ist stark reduziert (oft nur Tablet plus Kartenlesegerät), was Mobilität und günstige Preise erlaubt. Dennoch bieten moderne mobile Lösungen fast alle Funktionen einer stationären Kasse (Artikelverwaltung, Belegerstellung, Sitzplatzverwaltung in Restaurants etc.).

 

Cloud-basierte Kassensysteme

Cloud-Kassensysteme speichern Daten und Softwarekomponenten in der Cloud, das heißt online auf entfernten Servern. Es genügt ein internetfähiges Gerät (PC, Tablet oder Web-App), um auf das Kassensystem zuzugreifen. Der große Vorteil: Sie sind von überall erreichbar und werden automatisch aktualisiert. Updates laufen im Hintergrund ab, und die Anforderungen an die lokale Hardware sind minimal. Cloud-Systeme eignen sich besonders für Unternehmen mit mehreren Standorten oder Filialen, da Daten zentral verwaltet werden. Auch Multi-Channel-Vertrieb (Filiale, Onlineshop, Pop-up-Store) lässt sich leichter integrieren.

 

Hybride Kassensysteme

Hybride Kassenlösungen verbinden die Vorteile beider Welten. Primär arbeiten sie cloudbasiert, bei Internet-Ausfall schalten sie in einen Offline-Modus um. Die Kasse funktioniert dann weiterhin auf dem lokalen Gerät und synchronisiert Daten später, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist. Diese Redundanz macht hybride Systeme sehr ausfallsicher – im Ladengeschäft oder Restaurant geht Ihnen die Kasse nicht verloren, nur weil vorübergehend die Leitung „hängt“.

 

All-in-One-Kassensysteme

All-in-One-Kassen integrieren alle Hardware-Komponenten in einem Gerät. Display, Rechner, Bondrucker und oft auch ein Kartenlesegerät sind in einem einzigen kompakten Terminal verbaut. Solche Systeme sind sehr platzsparend und schnell einsatzbereit (“Plug & Play”). Sie sind vor allem für kleine Betriebe geeignet, die keine separate Scanner- oder Drucker-Hardware anschließen wollen. Ein Nachteil kann sein, dass bei Ausfällen der Übersichtlichkeit halber das ganze System betroffen ist.

 

Modulare Kassensysteme

Modulare Kassensysteme sind skalierbar und wachsen mit Ihrem Unternehmen. Man startet mit einer Basisausstattung (zum Beispiel nur ein Tablet und ein schnurloses Kartenlesegerät) und ergänzt bei Bedarf weitere Module: Etwa zusätzliche Verkaufsstationen, mobile Handhelds, erweiterte Software-Module für Kundenverwaltung oder Lagerhaltung. Diese Systeme haben den Vorteil, dass Sie nicht von vornherein in die teuerste Komplettlösung investieren müssen, sondern flexibel nachrüsten können.

 

Branchenspezifische Kassensysteme

Es gibt auch speziell zugeschnittene Kassensysteme für bestimmte Branchen. Diese berücksichtigen zum Beispiel den Gastronomie-Bereich mit umfassenden Funktionen für Tischverwaltung, Reservierungen und Küchenanbindung. Friseure und Salons profitieren von integrierten Terminplanern. Bäckereien oder Metzgereien nutzen spezielle Waagen-Schnittstellen. Je nach Branche können auch Funktionen für Mitgliedschaften, Kundentermine oder Werkstatt-Aufträge eine Rolle spielen. Solche spezialisierten Systeme erleichtern den Arbeitsablauf deutlich, weil sie die fachlichen Eigenheiten berücksichtigen.

Rechtliche Anforderungen in Deutschland

In Deutschland unterliegen Kassensysteme strengen gesetzlichen Vorgaben. Entscheidend sind hier insbesondere die GoBD (Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und elektronischer Aufbewahrung) sowie die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV). Nach den GoBD muss jede Kasse alle Geschäftsvorfälle vollständig, lückenlos und unveränderbar aufzeichnen. Das bedeutet zum Beispiel, dass alle Buchungen nachvollziehbar sein müssen und Änderungen (wie Stornierungen) protokolliert werden müssen. Zusätzlich zu den GoBD verlangt das Finanzministerium seit spätestens 2020, dass elektronische Kassen mit einer zertifizierten Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sind.

Eine TSE ist ein spezielles Hardware- oder Cloud-Modul, das jede Transaktion digital signiert und dabei Manipulationen unmöglich macht. Ein seriöses Lexikon drückt es so aus: Die Kasse muss GoBD-konform arbeiten, eine zertifizierte TSE nutzen und alle Belege mindestens zehn Jahre lang aufbewahren. Außerdem sind Belegausgabepflicht und Kassenmeldepflicht zu beachten. Die Belegausgabepflicht (seit 2020) schreibt vor, dass für jeden Vorgang ein Kassenbon erstellt und dem Kunden ausgehändigt oder elektronisch übermittelt werden muss. Das kann digital (z. B. per E-Mail) oder auf Papier geschehen. Das Ziel dieser Regelungen ist es, Steuerbetrug zu erschweren und Manipulationen vorzubeugen.

Seit 2025 gilt zudem die Meldepflicht für Kassensysteme: Jedes elektronische Kassensystem muss beim Finanzamt registriert werden. Praktisch heißt das, dass Sie dem zuständigen Finanzamt die Kasseninformationen (System-ID, Seriennummer, Standort usw.) mitteilen müssen. Ein Zuwiderhandeln – also etwa der Betrieb einer elektronischen Kasse ohne TSE, ohne korrekte Belege oder ohne Anmeldung – kann empfindliche Strafen nach sich ziehen (Bußgelder bis zu 25.000 Euro sind möglich). Die gesetzlichen Vorgaben stammen im Wesentlichen aus GoBD und KassenSichV, geregelt im Abgabenordnung (§ 146a und § 379 AO).

Eine Ausnahme bildet die sogenannte offene Ladenkasse: Wenn Sie ausschließlich mit Bargeld und handschriftlichen Aufzeichnungen arbeiten (“eine Registrierkasse oder ein handschriftliches Kassenbuch ohne elektronische Datenverarbeitung”), greift die KassenSichV nicht. In diesem Fall müssen Sie keine TSE verwenden. Allerdings ist hierfür ein Nachweis der wirtschaftlichen Unzumutbarkeit erforderlich. Sobald Sie eine elektronische Lösung einsetzen – etwa ein Kassenprogramm im Handy – gelten alle genannten Vorschriften vollumfänglich (vgl. Etron 2025).

Wer ist verpflichtet, ein Kassensystem zu verwenden?

Eine häufig gestellte Frage lautet: Bin ich verpflichtet, eine elektronische Kasse zu nutzen? Insbesondere seit 2017 kommt es hier zu Missverständnissen. Streng genommen gibt es keine allgemeine Pflicht, überhaupt eine elektronische Kasse einzuführen – allerdings sind die alten rein mechanischen Registrierkassen in der Praxis faktisch obsolet. Das Bundesfinanzministerium hat seit 2017 schrittweise alle Betriebe dazu angehalten, nur noch Kassensysteme zu verwenden, die die GoBD erfüllen. Auf lange Sicht müssen alle Bargeld-Geschäfte nachweisbar und digital festgehalten werden, wenn dies steuerrechtlich relevant ist.

Vereinfacht gesagt: Jeder Händler oder Dienstleister, der überhaupt eine Kasse nutzt (also auch Hotels, Cafés, Friseure, Handwerker mit Vor-Ort-Verkauf usw.), muss sich an die Regeln des elektronischen Kassensystems halten. Wie Kassensystem-Experten zusammenfassen, gibt es aktuell keine generelle Pflicht zum Einsatz eines Kassensystems – wer jedoch ein elektronisches System einsetzt, muss seit einigen Jahren strenge Vorgaben erfüllen. Dazu zählt die TSE-Ausstattung, die Bonpflicht und seit 2025 die Anmeldung beim Finanzamt. In der Praxis bedeutet das, dass jeder Betrieb, der Bargeschäfte tätigt und Kassenjournal führen muss, heute auf eine gesetzeskonforme elektronische Kasse umgestiegen ist.

Vorteile eines digitalen Kassensystems

Ein digitales Kassensystem bietet zahlreiche Vorteile gegenüber einer rein analogen Kasse oder der Zettelwirtschaft. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

 

  • Effizienz und Zeitersparnis: Die Bedienung eines modernen Kassensystems geht in der Regel deutlich schneller vonstatten. Sie vermeiden manuelle Rechenfehler, da das System automatisch Preise addiert, Rabatte berechnet oder Mehrwertsteuersätze anwendet. Besonders in der Gastronomie können Kellnerinnen und Kellner mit Tablet-Kassen Bestellungen direkt am Tisch aufnehmen und sofort in die Küche senden. Die Zenchef-Analyse stellt fest, dass Bestellungen bei einer iPad-Kasse per Fingertipp an die Küche gehen und der Bezahlvorgang in Sekunden erledigt ist. Dadurch entsteht weniger Wartezeit für Gäste und das Personal kann sich auf die Qualität der Betreuung konzentrieren.

 

  • Automatisierte Buchhaltung und Berichte: Alle Umsätze und Transaktionen werden digital erfasst. Das bedeutet, Sie erhalten auf Knopfdruck Tagesabschlüsse, Monatsbilanzen oder detaillierte Auswertungen nach Warenkategorien. Wie im Zenchef-Blog beschrieben, werden so buchhalterische Vorgänge stark vereinfacht: Die Daten können gesichert und direkt an den Steuerberater übermittelt werden. „Mit einem iPad-Kassensystem wird das Management Ihrer Buchhaltung einfacher, da die Software in wenigen Klicks detaillierte Berichte erstellt" (Zenchef Blog). In der Praxis sparen Unternehmer dadurch viel Zeit und reduzieren lästige manuelle Nacharbeiten.

 

  • Kosteneffizienz: Moderne elektronische Kassen sind in Anschaffung und Unterhalt oft günstiger als ihre mechanischen Vorgänger. Nach Zenchef sind iPad-basierte Systeme «wirtschaftlicher und flexibler» als klassische Groß-Rechenkassen. Die Anschaffungskosten sind niedriger und Software-Updates fallen direkt im Preis mit an, ohne dass teure Wartungspakete nötig wären (siehe Zenchef Blog).

 

  • Fehler- und Manipulationsschutz: Da alle Transaktionen digital signiert werden (durch die TSE) und automatisch protokolliert sind, sinkt das Risiko von Fehlern oder Manipulation. Bei einem guten System können Belege nachträglich nicht einfach „verändert“ werden, und durch die integrierte Bonpflicht entstehen keine verlorenen Quittungen mehr.

 

  • Flexibilität und Mobilität: Cloud- oder mobile Kassen erlauben den Verkauf nahezu überall. Sie können flexibel Außendienstbesuche abrechnen, auf Märkten oder Messen kassieren. Bei Ausfall einzelner Geräte bleibt der Betrieb dank Synchronisierung meist intakt. Auch bargeldlose Zahlungsmittel wie Karten, NFC-Zahlung oder MobilePay lassen sich einfach in moderne Kassensoftware integrieren.

 

  • Erweiterbarkeit: Ein digitales System erlaubt zusätzliche Funktionen und Schnittstellen. So kann es automatisch Lagerbestände reduzieren, wenn Sie etwas verkaufen, oder es kann Kundenkarten- und Treueprogramme unterstützen. Eine Restaurantkasse kann Tischpläne und Reservierungen verwalten. Sonderhardware wie Waagen oder Kundendisplays lassen sich anschließen. Außerdem ist es mit modernen Kassen einfacher, weitere Geräte wie den Digitalmonitor (Küchen-Display) einzubinden, um die Abläufe in Küche und Bar zu digitalisieren.

 

  • Umweltschutz: Indem Sie Prozesse digitalisieren (zum Beispiel Speisekarten, Gutscheine oder interne Berichte), können Sie Papier und Toner sparen. Gerade in der Gastronomie kann ein digitales System die Menge an gedruckten Bestellbons deutlich reduzieren oder ganz eliminieren.

Kriterien bei der Auswahl eines Kassensystems

Bei der Auswahl eines neuen Kassensystems sollten Sie auf mehrere Punkte achten:

 

  • Branchenspezifische Funktionen: Prüfen Sie, ob das System die für Ihre Branche wichtigen Funktionen bietet (z. B. Tischplan und Küchendruck für Restaurants, Waagenschnittstelle für Bäckereien, Terminplanung für Salons). Branchensoftware erspart später viel Umstellung.

 

  • Gesetzliche Konformität: Das System muss alle rechtlichen Anforderungen erfüllen (z. B. zertifizierte TSE, GoBD-Archivierung, Belegausgabepflicht). Achten Sie also auf Hinweise wie “finanzamtkonform” oder “KassenSichV-konform”. Wir empfehlen nur Lösungen, die GoBD- und TSE-nachweislich unterstützen.

 

  • Hardware und Mobilität: Überlegen Sie, ob Sie vor Ort eine stationäre Kasse brauchen oder mobile Geräte. In der Gastronomie ist es oft hilfreich, mobile Handhelds zu haben. Im Straßenverkauf (Imbiss, Marktstand) sind Tablet-Lösungen ideal. Cloud-Systeme bieten viel Freiheit, benötigen jedoch dauerhaft Internet.

 

  • Benutzerfreundlichkeit: Vor allem in der Gastronomie und im Handel muss das Personal schnell einsteuern können. Ein intuitives Bedienkonzept und zuverlässiger Support sind wichtig. Bitten Sie, falls möglich, um eine Live-Demo oder Teststellung.

 

  • Schnittstellen und Erweiterbarkeit: Brauchen Sie z. B. ein integriertes Warenwirtschafts- oder Buchhaltungssystem? Prüfen Sie, welche Schnittstellen (z. B. DATEV, Online-Shop, Zahlungsterminals, Steuerprüfer-Schnittstelle DSFinV) vorhanden sind. Auch Kassenerweiterungen wie externe Belegdrucker oder Küchenmonitore (Digitalmonitor) sollten sich ohne großen Aufwand anschließen lassen.

 

  • Kosten: Vergleichen Sie Anschaffungskosten (Hardware, Softwarelizenzen), laufende Gebühren (z. B. Cloud-Abonnement) und Service-Verträge. Manche Anbieter haben günstige Monatspakete, andere verkaufen einmalige Lizenzen. Kalkulieren Sie Gesamtkosten über mehrere Jahre.

 

Grundsätzlich gilt: Kassensystem-Experten betonen, dass ein gutes Kassensystem das digitale Rückgrat Ihres Unternehmens bildet. Wählen Sie daher Lösung und Anbieter sorgfältig aus, sodass Ihre Kasse über die Zeit flexibel mitwächst und Ihnen langfristig einen echten Nutzen bringt.

Anwendungsbeispiele aus der Praxis

1) Restaurant und Gastronomie

In einem Restaurant nimmt der Kellner die Bestellung direkt am Tisch auf – beispielsweise mit einer Tabletkasse – und sendet sie in Echtzeit an den Küchenprint oder einen digitalen Küchenmonitor (z. B. unseren Digitalmonitor). Die Küche sieht sofort, was frisch zubereitet werden muss. Diese direkte Kommunikation, wie sie in modernen Systemen üblich ist, erhöht die Geschwindigkeit und reduziert Missverständnisse (siehe Zenchef: „Bestellungen werden direkt an die Küche gesendet, sodass Köche sofort mit der Zubereitung beginnen können“ (Zenchef Blog)). Der Kassiervorgang wird durch Kartenzahlungsterminals am Tisch beschleunigt: Der Kunde kann direkt vor Ort kontaktlos zahlen. Am Ende des Tages liefert das Kassensystem automatisch Umsatzzahlen, Getränke- und Menüstatistiken. Außerdem stellt es sicher, dass jeder Vorgang (auch bezahlte Getränke oder jeder bestellte Gang) einen korrekten Bon bekommt und steuerlich erfasst wird.

 

2) Einzelhandel

Ein Modegeschäft nutzt ein stationäres Kassensystem mit Barcode-Scanner und Waage (bei Kleider- oder Gewichtsartikeln). Beim Verkauf wird der Artikel gescannt oder eingegeben, der Preis wird berechnet, und das System aktualisiert direkt den Lagerbestand. Beim Verlassen des Ladens reicht der Kunde dem Kassierer den Artikel oder wird unmittelbar selbst mit dem Scanner aktiv. Das Kassensystem druckt einen Bon oder sendet ihn per E-Mail und legt automatisch einen Kassensturz am Tagese Ende an. Schnittstellen zu einem Warenwirtschaftssystem können Bestände online synchronisieren und Nachbestellungen auslösen. Moderne Kassensoftware übernimmt zusätzlich Kundenkarten-Funktionen (Treuepunkte, Mailings) und schafft so Kundenbindung.

 

3) Handwerk und Dienstleistungen

Auch viele Handwerksbetriebe und Dienstleister arbeiten heute mit Kassensystemen. Ein Beispiel ist ein Friseursalon: Hier sitzt ein Touch-PC an der Kasse. Jeder Haarschnitt und jedes Styling wird im System erfasst, auf Wunsch kann Kundenkarte mit Kundendaten angelegt werden. Das System übermittelt am Monatsende Kundenstatistiken und Umsätze automatisch an die Buchhaltung. Kein Handwerker schreibt täglich sein Kassenbuch mehr händisch – das Kassensystem erledigt dies im Hintergrund. Bei mobilen Dienstleistungen (z. B. Montage- oder Liefer-Service) arbeiten Handwerker oft mit Tablet-Kassen oder sogar mobilen Smartphone-Apps. Damit können sie direkt beim Kunden Rechnungen schreiben und Karten kassieren. Wie Kassensystem-Experten betonen, erfassen moderne Kassensysteme nicht nur Warenvorgänge, sondern auch Dienstleistungen.

FAQ: Häufige Fragen zum Kassensystem

  • Frage: Wer fällt unter die Kassensystem-Pflicht?
    Antwort: Grundsätzlich jeder Unternehmer, der ein elektronisches Kassensystem einsetzt. Es gibt keine generelle Pflicht zur Einführung einer Kasse, aber sobald Sie mit einem digitalen System arbeiten, gelten die gesetzlichen Vorschriften. Laut Kassensystem-Experten muss jeder, der elektronisch kassiert, strenge Vorgaben erfüllen. Nur Betriebe mit ausschließlich offenen Ladenkassen (Papierbuchung) sind ausgenommen.

 

  • Frage: Was verlangt die Bonpflicht?
    Antwort: Seit 2020 muss für jede Zahlung ein Kassenbon erstellt und dem Kunden angeboten werden – entweder gedruckt oder digital elektronisch. Selbst wenn der Kunde keinen Beleg möchte, müssen Sie diesen rechtlich bereitstellen können. Ein Verstoß kann mit Bußgeldern geahndet werden.

 

  • Frage: Was ist die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)?
    Antwort: Die TSE ist ein zertifiziertes Modul (Hardware oder Cloud), das jede Transaktion verschlüsselt und digital signiert. Ziel ist es, Manipulationen an der Kasse zu verhindern. Eine TSE muss seit 2020 in jeder elektronischen Kasse eingesetzt werden. Das System protokolliert damit alle Daten in unveränderbarer Form.

 

  • Frage: Welche Funktionen sollte ein modernes Kassensystem haben?
    Antwort: Mindestens die gesetzlich geforderten Funktionen (TSE, Bonerstellung, GoBD-konforme Archivierung). Darüber hinaus sind komfortable Funktionen sinnvoll, z. B. Barcodescan, Kartenleser, mehrere Zahlarten (EC/MasterCard, NFC, Handy-Pay). Branchenspezifische Features (Tischverwaltung, Terminplaner), Automatisierungs-Tools (Lagerverwaltung, DATEV-Schnittstelle) oder mobile Apps für Außendienst/Verkauf verbessern den Betrieb zusätzlich.

 

  • Frage: Wie finde ich das richtige Kassensystem?
    Antwort: Orientieren Sie sich an Ihrem Geschäftsmodell. Stellen Sie Fragen wie: Brauche ich mobiles Kassieren oder reicht stationär? Muss es Cloud-Anbindung haben? Welche Extras (Inventur, Gutscheine, Multifiliale) benötige ich? Holen Sie Angebote mit Demozugang ein und prüfen Sie, ob die Bedienung verständlich ist. Achten Sie darauf, dass der Anbieter guten Support bietet und Schulungen anbietet. Letztlich ist Zuverlässigkeit und gesetzliche Konformität wichtiger als ein günstiger Preis.

Digitalmonitor: Die Ergänzung für Küche und Bar

Unser Produkt Digitalmonitor ist eine spezialisierte Anzeige für Küchen und Schankbereiche, das optimal mit Kassensystemen zusammenarbeitet (insbesondere mit Speedy-Kassen). Statt Bestellungen auszudrucken, werden sie direkt auf dem Bildschirm in Küche oder Bar angezeigt. Köche und Barkeeper sehen so alle aktuellen Bestellungen in Echtzeit ohne Umwege. Ein Digitalmonitor hat mehrere Vorteile: Er erspart Papierbons und Druckkosten, sorgt für eine saubere Ablage, vermeidet beschmutzte Belege und verbessert die Übersicht. Die Kommunikation zwischen Service und Küche beschleunigt sich deutlich. Fehler durch verloren gegangene Zettel entfallen, und Anpassungen (z. B. Zusatzwünsche) können direkt auf dem Bildschirm ergänzt werden.

Gerade in gastronomischen Betrieben jeder Größenordnung (Restaurant, Pizzeria, Imbissstube, Bar oder Kantine) lohnt sich ein Küchen- oder Schankmonitor. Er ergänzt das Kassensystem perfekt: Während die Kasse den Verkauf und die Abrechnung steuert, übernimmt der Digitalmonitor die interne Logistik. Dies entspricht genau unserem Ziel, mit dem Digitalmonitor die Küchenprozesse vollständig zu digitalisieren und physische Bons überflüssig zu machen.

Wir sind für Sie da: Digitalmonitor – Experte für Kassensysteme

Wir verfügen wir seit über 10 Jahren über fundierte Erfahrung mit Kassensystemen. Wir helfen Endanwendern und Fachhändlern gleichermaßen mit technischem Know-how und Praxisberatung. Bei Fragen zu Auswahl, Einrichtung oder Rechtssicherheit Ihres Kassensystems stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Setzen Sie auf unsere Expertise – wir finden die passende Kassenlösung für Ihre Branche und zeigen Ihnen, wie Sie Prozesse digital optimieren können (inklusive Einsatz des Digitalmonitors für Küche und Theke).

Kontaktieren Sie uns gerne bei Beratungsbedarf. Wir freuen uns darauf, Sie mit unserer langjährigen Erfahrung und hohem technischen Verständnis zu unterstützen.

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Autor des Beitrags

Simon Back

Technischer Leiter

Digitalisierung, KI, Kassensysteme, Küchenmonitore

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